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Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne Fresse

(Rilke)
undundund - 24. Okt, 20:26

thooooelke!

(wum*)

*, der, ähnlich erfolgreich wie rilke, ja immerhin neun wochen platz eins der single-hitparade mit ich wünsch mir ´ne kleine mietzekatze belegte.

undundund - 24. Okt, 20:33

... wie es überhaupt zwischen rilke und thoelke viele parallelen gibt; beide lasen ja bekanntlich mit vorliebe "nazis in dortmund" von hesse, soviel ich weiß.
pjaer - 25. Okt, 10:08

beides korrekt. Wußten Sie aber auch, daß Wendelin ursprünglich Hildegard heißen wollte?

Hesse sagt ja übrigens mit seinem Sinnspruch von der Morgenstund in Dortmund exakt das gleiche wie Rilke da oben. Für mich sind das doch alles Abschreiber erster Güte.

Auffällig ist weiterhin, was für garstige Nachnamen viele Nazis nicht nur in Dortmund hatten: Heß, Höß wahrscheinlich gabs auch einen Haß, von dem aber wohl mal wieder keiner was gewußt hat. Hans Hass, Heinrich Harrer und General Harras - die berühmte Trias- und jetzt auch noch Grass.

Zum Abschluß noch ein Kabinettstückchen fürs Architekten-Kabarett
("Bothe, Richter, Teherani" kriegen auch noch ihr "Fett"):

von Gerkan sitzt in der Patschan. Von Beust gibts kein Geld, da muß er sich wohl von der Leyen.
undundund - 25. Okt, 14:16

hildegard, soso. aber jetzt, wo sie´s sagen.

... da die von bülows recht gut mit den wiedekings waren, glaube ich übrigens auch, dass der kleine wendelin den vico inspiriert haben wird ("knollennase"); und jetzt fällt mir passend dazu ein, dass die daimlers auch gut mit den wendehalsens konnten, weshalb letztere ihren sohn, sie wissen schon.

ps: die verfilmung des steppenwolfs mit armin hary in der hauptrolle ist zwar recht kurz geraten, bringt aber gerade dadurch das gehetzt-sein des modernen menschen besonders gut zum ausdruck.
pjaer - 25. Okt, 15:34

Das Gehetzt-Sein des modernen Menschen in allen Ehren (nicht zu vergessen das nahezu sprichwörtliche Geworfensein des Sein als Seiendes - hier übrigens noch vor dem Abwurf. Darauf hat sich ja Speer immer rausgeredet - er sei ja nur derselbe gewesen), aber meines Erachtens ist der moderne Mensch auch in all seiner Zerrissenheit in erste Linie und zutiefst geprägt durch den Druck, unter dem er steht.

Denken wir doch nur einmal an die tschechische Lokomotive Emil Zatopek - hier beim Dampfablassen. Ein gewisses Gehetzt-Gewesen-Sein ist ihm allerdings nicht abzusprechen, darin war er bereits sehr modern. Heute hätte er wahrscheinlich einen Computer, Telefax und BTX, wäre vernetzt und könnte sich seine Börsenkurse direkt auf den Schirm holen. Was Jules Verne übrigens nicht vorausgesehen hatte, ist wahr geworden: Wir fliegen zum Mond, sind aber immer noch die alten Höhlenmenschen.